Showdown am Checkpoint Charlie

Das Ringen um die letzten unbebauten Flächen Berlins geht in die nächste Runde.

  • Vanessa Fischer
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Richtig irre fände Nick Felton es, wenn der Checkpoint Charlie bald mit Wohnungen bebaut würde. Ein kurzer Blick über die Brachflächen nördlich der Zimmerstraße, dann hebt der 45-jährige US-Amerikaner seine rechte Hand zum Soldatengruß. »Salut«, rufen die beiden als US-Grenzer verkleideten Männer rechts und links von Felton und tun es ihm gleich. Während ein dritter Darsteller ein Foto mit Feltons Handykamera schießt, weht vor dem ehemaligen Kontrollhäuschen zwischen Fast-Food-Restaurants und Souvenirshops die US-amerikanische Flagge im Wind. Drei Euro kostet das Andenken. Er wolle es an seinen Vater schicken, erklärt der IT-Angestellte aus Richmond in Virginia. Der war Ende der 1970er Jahre für einige Zeit als US-Soldat in Berlin stationiert. Ob auch am Checkpoint Charlie, das weiß Felton nicht.

Und auch von dem, was sich derzeit im Streit um die Zukunft des ehemaligen Grenzübergangs abspielt, dürfte der Tourist aus den USA nicht...


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