Erniedrigende Jugendhilfe

Deutsche Teenager sollen in Rumänien wie Sklaven behandelt worden sein

Das Projekt Maramureş wirbt mit einer malerischen Berglandschaft in den rumänischen Karpaten. Auf einem abgelegenen Bauernhof und bei einem Dutzend Gastfamilien wohnen schwer erziehbare Jugendliche aus Deutschland. In kleinen Schritten durch einen »konstant wiederkehrenden Tagesablauf« und einer engen Betreuung sollen die Jugendlichen in die Gemeinschaft integriert werden, so beschreibt die Organisation ihre Arbeit im Internet. Projektgründer Bert Schumann hält einen individualpädagogischen Ansatz für eine Alternative zum Heim. Auch Medien berichteten, dass »schwersterziehbare« Jugendliche in dem 2002 gegründeten Projekt noch eine Chance bekämen.

Diese Erzählung hat nun Risse bekommen. Denn die rumänischen Behörden ermitteln gegen acht Verdächtige, darunter ein deutsches Paar. Ihnen wird vorgeworfen, die Jugendlichen zu »übermäßiger körperlicher Arbeit« in zahlreichen Haushalten gezwungen zu haben, wo sie »sklavenartig« behandelt ...


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