»Permanente Mobilisierung« gegen Lenín

Ecuadors Präsident sieht sich nach Subventionsstreichungen bei Benzin und Diesel großen Protesten gegenüber

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Dienstagabend waberten immer noch Tränengasschwaden über den Parque Arbolito im Zentrum Quitos. »Die Polizei ist massiv gegen die dort lagernden indigenen Gruppen vorgegangen, aber es hat überall im Zentrum Quitos Scharmützel zwischen Polizei und Demonstrierenden gegeben - mit vielen Verletzten und vielen Festnahmen«, so Carlos Mazabanda. Der Mitarbeiter der Nichtregierungsorganisation Amazon Watch lebt in Quito und hat gute Kontakte zu den indigenen Organisationen, die derzeit an der Spitze der Proteste gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung stehen.

Indigene Gruppen haben in einem vierseitigen Schreiben die Rücknahme der Benzinpreiserhöhungen durch den Präsidenten Lenín Moreno verlangt. Sie haben die Regierungspolitik auch grundsätzlich kritisiert, weil sie ihre Grundrechte verletzen würde. Darunter beispielsweise die Vergabe von Bergbaukonzessionen ohne vorherige Konsultation der indigenen Völker, wie es gesetzlich eigentlic...


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