Besseren Schutz der Synagogen gefordert

Nach dem Angriff auf das jüdische Gotteshaus in Halle wächst die Kritik an den Sicherheitsbehörden

Der mutmaßliche Täter Stephan B. wollte offenbar ein Blutbad in der Synagoge in Halle (Saale) anrichten. Aber er scheiterte an der gesicherten Eingangstür und zog ab. Zwei Menschen mussten dennoch sterben, eine Passantin nur wenige Meter von der Synagoge entfernt und ein Mann in einem Dönerladen um die Ecke.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, brachte die Frage auf, ob diese Taten womöglich hätten verhindert werden können, wenn es einen Polizeischutz vor der Einrichtung gegeben hätte. Offensichtlich habe man in Sachsen-Anhalt die Situation im Vorfeld verkannt, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Bei den meisten Synagogen sei es üblich, dass sie zu Gottesdienstzeiten von der Polizei bewacht sind. In Sachsen-Anhalt sei das aber offensichtlich nicht die Regel.

Die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden i...


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