Linksruck in Argentinien

Der Sozialdemokrat Alberto Fernández löst den Neoliberalen Mauricio Macri als Präsident ab

  • Von Martin Ling, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Sie waren ein Verkaufsschlager auf den Straßen von Buenos Aires am Sonntagabend: argentinische Flaggen mit dem aufgedruckten Slogan »Volvimos« (Wir sind zurückgekehrt). Das Risiko, dass das peronistische Mitte-links-Bündnis »Frente de Todos« (Front für alle) seinen riesigen Vorsprung aus den Vorwahlen am 11. August noch verspielen würde, wurde so gering eingeschätzt, dass man den Slogan gleich in die Vergangenheitsform setzte. Denn schon längst vor jenem 11. August skandierten Anhänger der Peronisten bei jeder sich bietenden Gelegenheit »Vamos a volver« (Wir werden zurückkehren). Zurückkehren an die Regierung oder wie die Gegner der Peronisten - meist aus den reicheren Kreisen - sagen würden: an die Fleischtöpfe, um sich selbst zu bereichern und den Anhängern Schlachtreste abzugeben.

Aus den reicheren Kreisen stammt auch der Unternehmersohn und Multimillionär...


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