Westdominiertes Ostkabinett

Von 24 Ministern und Staatssekretären in Brandenburg sind nur neun aus Ostdeutschland

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Abteilungsleiter, Staatssekretäre, Minister - auf den Chefposten in Brandenburgs Landesdienst saßen nach der Wende überproportional viele Westdeutsche. Oft wurde das damit begründet, die Ostdeutschen hätten von bundesrepublikanischen Verwaltungsvorgängen keine Ahnung. Das stimmte anfangs auch.

In der DDR waren die Verhältnisse fundamental anders. Aber 30 Jahre nach der Wende lässt sich so nicht mehr rechtfertigen, warum Ostdeutsche zurückstehen müssen. Es schien so, als habe die neue Regierung aus SPD, CDU und Grünen das Problem erkannt. Im Koalitionsvertrag wird versprochen: »Wir werden mit gutem Beispiel vorangehen und uns dafür einsetzen, dass die Repräsentationslücke im Landesdienst geschlossen wird.«

Doch das klingt wie Hohn angesichts der Liste der Minister und Staatssekretäre, die in der vergangenen Woche ernannt worden sind. Von zehn Ministern stammen fünf aus Westberlin oder Westdeutschland. Die fünf ostdeutschen Min...


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