Nicht willkommen in Wohnungen

In Märkisch-Oderland leben Flüchtlinge vorwiegend in der Enge der Gemeinschaftsunterkünfte

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

In dem dreistöckigen Gebäude in der Waldsiedlung von Diedersdorf sind die Ausländerbehörde und das Sozialamt des Landkreises Märkisch-Oderland untergebracht. Am Eingang hängt ein Automat. Dort hilft eine junge, zierliche Frau einem Flüchtling, eine Wartenummer zu ziehen und erklärt ihm, wo er jetzt Platz nehmen muss. »Security« steht auf dem schwarzen Pullover der Frau. Sie sieht nicht so aus, wie man sich landläufig Wachschutzpersonal vorstellt.

»Wir haben auch ein paar Schränke hier«, sagt Thomas Behrendt. Damit meint der Sprecher der Kreisverwaltung muskelbepackte Wachschützer, die bei handgreiflichen Auseinandersetzungen dazwischengehen können. Die Schränke stehen eine Etage höher bei den Auszahlungsschaltern, also dort, wo es am 4. November zu einem rabiaten Polizeieinsatz kam, der für Schlagzeilen sorgte. Ein 28-jähriger Kameruner wollte damals nicht einsehen, dass er statt der ihm pro Monat zustehenden 310 Euro zunächst nur...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.