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Reden wir einmal über die Männer um die 70. Von der Öffentlichkeit noch undiskutiert, setzt sich unter ihnen ein neuer Trend durch: sich weniger zu rasieren. Die Akzeptanz des Drei-und-mehr-Tage-Barts entwickelte sich aus der Alternativszene der 70er Jahre bis zu den heutigen Berufspolitikern vom Schlage eines Wolfgang Kubicki. Ist der nicht rasierte Bart weiß, sieht man ihn besser. Irgendwas sprießt da im Gesicht, wirkt ein bisschen wie schlecht drübergepudert. Zufälliger Wuchs für freie oder eventuell auch nur faule Kerle. Ist das die Lässigkeit des späten Buben, der abgeschlossen hat mit den Konventionen? Der sein Leben lebt, wie er will, und dabei ausschaut, als wäre er gerade auf Weltumsegelung? Auch wenn es nur in den Aldi geht? Der Drang zur ewigen Jugend: eine Erinnerung an den Problembartwuchs des Pubertierenden. Man würde gern etwas rasieren, aber es ist zu wenig da. Also lässt man es. Wer im Alter regressiv genauso verfährt, wirkt grimmig. Wie Karl-Heinz Rummenigge. Auch wenn der erst 65 ist. Männer um die 70, wollt ihr wie der FC Bayern sein? cm

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