Unten Links

  • Lesedauer: 1 Min.

Es gibt ja immer noch Männer, die sind beim Umgang mit Frauen im vorletzten Jahrhundert stehen geblieben. Jenen CDU-Landtagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt etwa, der auf Twitter den Satz »Annalena Baerbock traut sich das Kanzleramt zu ...« mit einem Putzwagen samt Schrubber, Wischeimer, Müllsack usw. illustrierte. Zum Glück aber gibt es auch aufgeklärte Männer, die Frauen auf Augenhöhe begegnen und sich voll auf die inhaltliche Auseinandersetzung konzentrieren. Möchtegern-Kanzlerkandidat Friedrich Merz ließ beispielsweise wissen, die Grünen-Kandidatin sei zwar fleißig, aber ohne »jede internationale Erfahrung«. Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der zweiten Reihe, sagte mit Blick auf die Konkurrenz, regieren solle jemand, der »das auch wirklich kann«. Und Oskar Lafontaine, früherer Kanzlerkandidat, schrieb auf Facebook, Baerbock meine wohl, »wenn man Mitarbeiterin einer grünen Fraktion war und zwei Kinder großzieht, sei man hinreichend qualifiziert, Bundeskanzlerin der größten Wirtschaftsnation Europas zu sein«. So sieht es aus, das emanzipierte 21. Jahrhundert. wh

Andere Zeitungen gehören Millionären. Wir gehören Menschen wie Ihnen.

Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.

Dank der Unterstützung unserer Community können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen ins Licht rücken, die sonst im Schatten bleiben
→ Stimmen Raum geben, die oft zum Schweigen gebracht werden
→ Desinformation mit Fakten begegnen
→ linke Perspektiven stärken und vertiefen

Mit »Freiwillig zahlen« tragen Sie solidarisch zur Finanzierung unserer Zeitung bei. Damit nd.bleibt.