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Da sieht man aber alt aus. Wenn man auf eine Party will und nicht reinkommt, weil man nicht jung genug aussieht. Ist das ein Fall von Altersdiskriminierung? Das glaubte ein Ü 40-Münchner, der 2017 nicht auf ein U 30-Techno-Festival gelassen wurde. Dagegen zog er bis vor den Bundesgerichtshof - abgelehnt. Begründung: Bei bestimmten Veranstaltungen habe das Alter »nicht nur nachrangige Bedeutung«. Denn die Besucher*innen prägten deren Charakter. Und nicht umgekehrt. Man ist eben doch nicht so alt, wie man sich fühlt. Auch wenn es die Werbung anders sieht. Ebenso irrt die Kirche, denn auf die inneren Werte kommt es nicht immer an. Wofür wurden denn sonst Türsteher erfunden? Und wofür die Soziologie? Deren Begründer Émile Durkheim erklärte schon vor langer Zeit, was eine soziale Regel ist: Wer sie nicht beachten will, läuft schmerzhaft gegen eine Wand - auch wenn sie unsichtbar ist. Merke: Die Party, auf die auch deine Eltern wollen, kann nicht so verrückt sein, wie sie gerne wären. Und »Forever young« ist eine Lüge von Bob Dylan. Der wird in zehn Tagen 80. cm

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