Musikalisch glanzvoller »Rienzi«

Opernhaus Leipzig nach Rekonstruktion des Zuschauerraumes wiedereröffnet

  • Von Werner Wolf
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Richard Wagners erste, 1837/40 entstandene Erfolgsoper »Rienzi« gehört inzwischen zu den Seltenheiten des Musiktheaters. Selbst in der Geburtsstadt des Komponisten, in Leipzig, musste sie seit ihrer letzten Aufführung vier Jahrzehnte auf eine Neuinszenierung warten.´Die aber wurde bejubelt und ihre erste Aufführungsserie ist bis auf Restkarten ausverkauft.

Der Jubel galt allerdings nur der zündenden musikalischen Wiedergabe und der Musik selber. Die Premierenbesucher zeigten sich nicht von Wagners späterer Geringschätzung des Werkes beeinflusst, sondern waren vom Elan, von der jugendlichen Kraft der Musik begeistert. Gewiss weist »Rienzi« nicht geringe Einflüsse der großen französischen Oper, von Bellinis »Romeo und Julia«, Aubers »Die Stumme von Portici«, Spontinis »Ferdinando Cortez« und nicht zuletzt Meyerbeer auf. Doch Wagner vermochte alles in einem jugendlichen Geniestreich mit eigenem jungdeutschen Feuergeist und Freiheitsdrang ...


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