Auch Asylbewerber sind ein Wirtschaftsfaktor

Sachsen-Anhalt: Streit über den weiteren Umgang mit Flüchtlingen in Halberstädter Ex-Kaserne

  • Von Uwe Kraus, Halberstadt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Weniger Asylbewerber bedeuten nicht automatisch weniger Probleme. Und schon gar nicht reduziert sich der Streit über den Umgang mit den Flüchtlingen.

In den Plattenbauten vor den Toren von Halberstadt erhielten einst DDR-Grenzsoldaten ihre Grundausbildung, nach der Wende zog hier die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) ein. Rund 1300 Menschen aus 20 Nationen lebten hier zu Spitzenzeiten in den 90er Jahren gleichzeitig. Nach drei Monaten wurden sie in die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Im 1. Halbjahr 2007 kamen nur 274 Asylbewerber nach Sachsen-Anhalt, 103 weniger als 2006. So ist die ehemalige Kaserne extrem unterbelegt, aber laut Asylverfahrensgesetz muss jedes Land eine solche Erstaufnahmeeinrichtung vorhalten.

Magdeburg plant Gemeinschaftsunterkunft
Nun reagiert die Magdeburger Landesregierung. Sie plant, ab Januar 2008 hier eine Gemeinschaftsunterkunft einzurichten, in der neu in Sachsen-Anhalt aufgenommene Ausländer, die einen Asylantrag stellen, für die Zeit des Asylverfahrens bleiben. Positiver Nebeneffekt: Die ständige Erreichbarkeit der Bewerber werde...


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