»Ganze Hütten wirbelten durch die Luft«

Zahl der Todesopfer in Bangladesch steigt weiter an / Hilfsmaßnahmen angelaufen

  • Von Hilmar König, Delhi
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der tropische Wirbelsturm »Sidre«, der in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag über die Küstenregion Bangladeschs hereingebrochen war, hat 25 der 64 Distrikte des Landes verwüstet und mehr als 2000 Todesopfer gefordert.

»Es war die Hölle. Solche schrecklichen Szenen hatte ich zuvor noch nie gesehen. Dutzende Blechdächer und ganze Hütten wirbelten durch die Luft.« So schilderte Manik Roy, wie er aus einer sicheren Notunterkunft die Katastrophe beobachtete. Mit bis zu 250 Kilometer pro Stunde war der Zyklon »Sidre« über die Küstenregion Bangladeschs hinweggefegt. Etliche Küstendörfer sind ausradiert. Rettungsteams versuchten am Sonntag weiter in abgelegene Siedlungen zu gelangen. Die Helfer kommen aber nur schwer voran, da die Infrastruktur zum größten Teil zerstört wurde. Besonders umgestürzte Bäume behindern die Rettungsmaßnahmen. Es kann Wochen dauern, bis Strom- und Telefonleitungen repariert sind. »Sidre« war einer der schwersten Wirbelstürme, die das Land am Golf von Bengalen in den vergangenen Jahren heimsuchten.

Die Regierung in Dhaka bestätigte am Sonntagmorgen offiziell den Tod von 2000 Menschen, verwies zugleich aber darauf, dass man befürchte...


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