In Iowa auf Stimmenfang

Auftakt der Vorwahlen in den USA

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Auch in den USA wird 2008 ein neuer Präsident gewählt – auf ganz andere Art. Eine erste Vorentscheidung fällt am 3. Januar.

Als John Carlson kürzlich aus dem Fenster seiner Arbeitsstube im Bundesstaat Iowa schaute, hatte es frisch geschneit. Aber in das Idyll, schrieb er, mischten sich sofort Politiker ein: »Bill Richardson schaufelte den Schnee von meiner Einfahrt, Hillary Clinton und ihre Mutter brachten Nikolaus-Plätzchen vorbei, Mitt Romney zahlte meine Autoreparatur, und John und Elisabeth Edwards ließen ein Steak da.« Willkommen in Iowa, wo am 3. Januar die erste innerparteiliche Vorwahl, ein »Caucus«, stattfindet.

So ironisch beschrieb der Kolumnist John Carlson das Buhlen der Wahlkämpfer, Republikaner wie Demokraten, in der größten Zeitung des Bundesstaates, dem »Des Moines Register«. Seit Wochen suchen die finanzkräftigen und bekannten Figuren Iowa heim, sondern auf kleinen Wählerversammlungen populistische Botschaften ab, schütteln Hände, klopfen anerkennend Schultern und lassen sich anschließend im Abendfernsehen bewundern. Sah es vor Wochen in d...


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