Kehrseite der Schnäppchen

Kritik an Lidl und KiK wegen Ausbeutung bei der Textilproduktion

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die »Kampagne für Saubere Kleidung« erhebt in einer neuen Studie schwere Vorwürfe gegen die Discounter Lidl und KiK. Ihre Einkaufspraktiken hätten direkte Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Näherinnen in Bangladesh.

»Um rund ein Drittel sind die Preise für Frauenkleidung in den letzten zehn Jahren gefallen. Die sinkenden Einnahmen werden postwendend an die Näherinnen weitergegeben«, erklärt Gisela Burckhardt. Die Referentin der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes ist Mitautorin der jüngsten Studie der »Kampagne für Saubere Kleidung«. In deren Fokus stehen die beiden Discounter Lidl und KiK, die längst zu Schwergewichten unter den Textil-einzelhändlern in Deutschland ge-worden sind. »An siebenter Stelle steht KiK, an neunter Lidl«, erklärt Burckhardt und verweist auf die Studie mit dem Titel: »Wer bezahlt unsere Kleidung bei Lidl und KiK? Arbeitskraft zum Discountpreis – Schnäppchen für alle?«

Mit dem rasanten Aufstieg der Discounter und dem ständig steigenden Marktanteil ist auch deren Einkaufsmacht merklich gestiegen. Auf diese Praktiken beim Einkauf will die »Kampagne für Saubere Kleidung« europaweit im laufenden Jahr aufmerksam ma...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.