• Politik
  • Internationales Forum »Die Sklaverei im 21. Jahrhundert«

Freihandel bedroht Arbeiterrechte

Zentralamerikanischen Aktivisten wollen neoliberaler Offensive Einhalt gebieten

  • Von Torge Löding, San José
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Rund 200 Aktive aus Gewerkschaften, Kleinbauernvereinigungen, Frauengruppen und Nichtregierungsorganisationen aus sechs Staaten Zentralamerikas treffen sich am Donnerstag und Freitag in Nicaraguas Hauptstadt Managua, um unter dem Motto »Die Sklaverei im 21. Jahrhundert« über ihre regionale Kampagne gegen die Flexibilisierung der Arbeitswelt zu diskutieren.

Prekäre Arbeitsbedingungen sind in Zentralamerika Standard.

Der neoliberalen Offensive Einhalt gebieten: Der Anspruch ist nicht eben bescheiden, den sich die Organisatoren des Kongresses »Die Sklaverei im 21. Jahrhundert« gesetzt haben. Die costaricanische Organisation für Arbeitsrechte ASEPROLA (Asociación Servicios de Promoción Laboral) hatte vor rund fünf Jahren die Idee für die Kampagne entwickelt. »Wir suchten eine Antwort auf den ideologischen Durchmarsch der Neoliberalen, die den sogenannten Freihandel befürworten und sich die Beseitigung der Arbeitnehmerrechte zur Aufgabe gemacht haben«, erklärte ASEPROLA-Vorsitzender Omar Salazar.

Mehr als 70 Organisationen aus der ganzen Region nehmen heute an der Kampagne teil, dabei kommen viele zusammen, die bisher wenig Berührung miteinander hatten. Traditionell männlich dominierte Gewerkschaften mit feministischen Frauengruppen beispielsweise. »Unsere Arbeit fällt auf fruchtbaren Boden, wir haben sichtbare Erfolge erzielt. So haben wir bereits 20...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.