Exzellenzinitiative 2.0

Hochschulrektoren fordern eine Milliarde Euro mehr für Spitzenforschung

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Deutschlands Hochschulrektoren wollen mehr Geld für die Spitzenforschung ausgeben. In Berlin stellten sie gestern hierzu einen Forderungskatalog an die Politik vor. Kernpunkt ist eine Erhöhung der Ausgaben für die sogenannte Exzellenzinitiative von Bund und Ländern um rund eine Milliarde Euro.

Ein kurzer Rückblick: Vor gut vier Jahren versprach die damalige rot-grüne Bundesregierung den deutschen Hochschulen den großen Sprung nach vorn; ein deutsches Harvard sollte geschaffen werden, dafür war man bereit, einige Milliarden Euro locker zu machen. Geblieben ist von den großen Ambitionen bekanntlich nicht viel; aus dem Elite-Programm wurde die »Exzellenzinitiative«, in der die Gelder auf zahlreiche einzelne Forschungsprojekte, Doktorandenschulen bzw. einige wenige Universitäten aufgeteilt werden. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, war gestern dennoch voll des Lobes über das Vorhaben. »Das Programm läuft äußerst erfolgreich«, sagte sie, um im gleichen Atemzug hinzuzufügen: »es muss aber weiterentwickelt werden.« Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen und international wettbewerbsfähig zu sein, müssten die laufenden Projekte mehr Geld erhalten und eine zweite Exzellenzinitiative ins Leben...


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