• Politik
  • Der illegale Handel mit persönlichen Daten und seine Folgen

Das Kreuz mit dem Kleingedruckten

Verbraucherschützer fordern schärfere Gesetze und mahnen Bürger zu mehr Vorsicht

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Einen Stopp des Datenhandels ohne aktive Zustimmung sowie schärfere Kontrollen und Sanktionen fordern Kriminalpolizei und Verbraucherschützer als Konsequenz aus dem aktuellen Missbrauchsfall.

Der Skandal um den Missbrauch privater Kontodaten hat Adresshändlern einen ungewöhnlichen Kunden beschert: Die Verbraucherzentrale Bundesverband bezahlte 850 Euro und bekam dafür 6 Millionen Datensätze von Privatpersonen, 4 Millionen davon mit Kontoverbindung. »Es ist kein großer Akt, an diese Daten zu gelangen. Innerhalb von zwei Tagen war das Geschäft abgewickelt«, sagte Gerd Billen vom Bundesvorstand, der die beiden CDs am Montag in Berlin präsentierte. Sie wurden an den Berliner Datenschutzbeauftragten übergeben. Aus dem Verkehr gezogen sind sie damit allerdings nicht. »Vermutlich waren wir nicht die einzigen Aufkäufer«, so Billen. Die Daten sind wahrscheinlich älter und deshalb so billig im Angebot. Üblicherweise werden Umsätze zwischen unter 50 Cent und bis zu zwei Euro pro Datensatz erzielt, hat der Chaos Computer Club (CCC) recherchiert.

Vergangenen Mittwoch hatte ein Callcenter-Mitarbeiter den illegalen Datenhandel öffentlich ...


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