Politisch zu aktiv?

Thüringen nimmt keine schwarzafrikanische Flüchtlinge auf

  • Von Anke Engelmann, Erfurt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Schwarzafrikanische Flüchtlinge sind in Thüringen politisch sehr aktiv. Seit einigen Jahren kommen immer weniger Afrikanische Asylbewerber in das Bundesland – vielleicht deshalb, vermuten Flüchtlingsorganisationen.

Osaren Igbinoba.

Vietnamesen, Chinesen, Menschen aus der Russischen Föderation und dem Kaukasus, der Türkei und Kurdistan, Amerikaner, Polen, Italiener – Thüringens Bevölkerung ist bunt gemischt. Nur Schwarzafrikaner kommen immer weniger, ihre Zahl geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Nur 1300 der in Deutschland lebenden 270 000 Afrikaner sind in Thüringen beheimatet – im Nachbarland Hessen leben 42 530. Im vergangenen Jahr erhielten 153 Menschen aus Afrika Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die meisten (35 Prozent) stammen aus Algerien und Sierra Leone (20,9 Prozent). Ihre Zahl geht kontinuierlich zurück – 1998 waren es noch 896, 2006: 206 Afrikaner.

Nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen

Schwarze Afrikaner sind den Thüringer Behörden zu renitent, vermutet die Flüchtlingsorganisation The Voice Refugee Forum Jena. 1994 als »The Voice Africa Forum« von Afrikanern in Mühlhausen gegründet, ist die Gruppe seit 1998 Mitgl...


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