Unter »hohem Zeitdruck«

Putin-Interview: Die ARD hat sich zensiert und versucht, zu heilen

  • Von Hanno Harnisch
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Thomas Roth ist schon zum zweiten Mal in seiner Journalistenkarriere ARD-Korrespondent in Moskau. Er weiß eigentlich, wie der Hase läuft. Aber weiß er auch, wohin? Interviews hat er schon viele gemacht, auch während seiner Zeit als Chef des Hauptstadtstudios der ARD in Berlin. In voller Ausführlichkeit werden dort Regierungsvertreter, Parteivorsitzende (in Sommerinterviews) befragt, und das Produkt, nicht immer sonderlich aufschlussreich, wird in der Regel ohne wesentliche Schnitte gesendet.

Am vergangenen Freitag lief das routinierte Geschäft nicht ganz so glatt. Thomas Roth hatte Gelegenheit, den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zu interviewen. Oder, besser gesagt: Putin hatte Gelegenheit, den deutschen Fernsehzuschauern seine Postionen zum Kaukasus, zu Georgien und zum Krieg darzulegen. Thomas Roth freut sich noch im Internet-Blog der Tagesschau, dass es von der russischen Seite »keinerlei Themenbeschränkung« gegeben hä...


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