»Und gelacht wird auch«

Philosophie muss keine brotlose Kunst sein, meint jedenfalls ein Philosoph aus Bonn

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Philosoph wird man nicht, um reich zu werden. Doch den Bedarf vieler Menschen, dem Leben einen tieferen Sinn abzugewinnen, weiß der Bonner Markus Melchers seit nunmehr zehn Jahren auf überraschend beständige Weise umzumünzen.

Am Ende lässt er immer den Brotkorb herumgehen. Und das passt gut zu dem Vorurteil, Philosophie sei eine brotlose Kunst. Der Brotkorb ist tatsächlich leer, doch wenn er seine Runde durch das oft vollbesetzte Nebenzimmer des Bonner Bistros »Pauke Life« gemacht hat und wieder bei Markus Melchers anlangt, dann klimpern darin etliche Münzen und auch so mancher kleine Schein. Jeweils einmal pro Monat bietet der studierte Philosoph in Bonn und einigen anderen rheinischen Städten sein Philosophisches Café an – eine von ihm moderierte, zweistündige Diskussion mit oftmals 30 bis 60 Interessierten über Themen wie Langeweile, Egoismus oder Weisheit. Der Eintritt ist frei, am Ende aber freut sich Melchers über Spenden.

Gibt es eine weibliche Moral?

Stets leitet der 45-Jährige das Thema des Abends mit drei Zitaten ein. Das können Aussagen oder Textzeilen von Philosophen wie Kant und Sokrates sein, aber auch Bonmots von Schriftstellern wie Osc...


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