Die gefühlte 78. Strukturreform

Gewerkschaftsbund stellt sich neu auf / Kritik an »Kahlschlagspolitik«

  • Von Günter Frech
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der DGB reformiert sich schon wieder. Die Regionen werden nun zu Unterbezirken und der Osten ist künftig nur noch ein Westanhängsel.

In seiner jüngsten Sitzung hat der DGB-Bundesvorstand die gefühlte 78. Strukturreform in seiner 59-jährigen Geschichte beschlossen. Ohne Debatte in den Einzelgewerkschaften haben sich die acht Chefs »unter Leitung des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer« geeinigt, wie es in einer Mitteilung heißt, wie die »Zukunft des DGB durch eine grundlegende Strukturreform« zu sichern sei. »Wir beginnen jetzt und wollen den Prozess 2014 abschließen«, schreibt Sommer in einem Brief, der dem ND vorliegt, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DGB. Auf vier Seiten schreibt der Gewerkschaftschef viel – und teilt den »lieben Kolleginnen und Kollegen« doch wenig mit. Das hört sich eher wie das Pfeifen im dunklen Walde an: »Der DGB arbeitet gut. Die Mitgliedsgewerkschaften und ihre Mitglieder wissen: Auf den DGB ist Verlass, wenn es um die aktive, kraftvolle Vertretung ihrer politischen Interessen geht.« Leicht abgewandelt fangen so Kündigungsschre...


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