Aus der Arche wird ein Panzerkreuzer

Finanzkrise und der Buchstabe »K«: Das Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus wird 25

  • Von Patrick Widera
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus (HKWM) wird pünktlich zur Finanzkrise 25 Jahre alt. Gleichzeitig entwickelt sich an über 30 Hochschulen im ganzen Land wieder reges Interesse, sich mit dem »Kapital« von Karl Marx auseinander- zusetzen. Zufällig beginnt der Band 7/I des HKWM mit dem Buchstabe K.

K wie Kapitalismus.

»Kapitalismuskritik ist oft schwere Kost«, bemerkt Wolfram Adolphi, Redakteur und Autor im HKWM, zu Beginn einer Veranstaltung, die am Mittwoch in der Ladengalerie der Tageszeitung »junge Welt« stattfand. Sie trug den Titel »Schwierigkeiten, den Kapitalismus heute zu denken«.

Gerade die Entwicklung der Begriffe, die dann in Form eines enzyklopädischen Werkes als »intellektuelle Waffen und Munition denjenigen in die Hand gegeben werden, die sich damit in den Kampf begeben«, wie Wolfgang Küttler die politische Funktion des HKWM umschreibt, stellt den eigentlichen Schwerpunkt der Arbeit am Wörterbuch dar. »Es kann dann ohne Weiteres vorkommen, dass man als Autor über zwei Jahre für die Bearbeitung eines Stichworts benötigt«, erklärt Peter Jehle. Er ist Mitherausgeber und Redakteur des Wörterbuchs.

Abschrecken lassen darf man sich von einer solchen Aufgabe nicht, denn der Anspruch des Wörterbuchs ist es, den Marxismus als ...


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