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  • EU-Russland-Gipfel in Nizza

»Es ist wieder Vernunft eingezogen«

Sylvia-Yvonne Kaufmann zum Verhältnis zwischen EU und Russland

Sylvia-Yvonne Kaufmann, Stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im EU-Parlament.

ND: Die EU-Außenminister haben beschlossen, die Verhandlungen mit Russland über ein neues Kooperations- und Partnerschaftsabkommen ohne Vorbedingungen wieder aufzunehmen. War die Aussetzung der Gespräche nach der Kaukasus-Krise ein Sturm im Wasserglas?
Kaufmann: Die EU muss ganz klar der Tatsache Rechnung tragen, dass das russisch-europäische Verhältnis von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt ist, insbesondere im Energiesektor. Man muss sich nur vor Augen führen, dass Russland für die EU in den nächsten 20 bis 30 Jahren der größte Öl- und Gaslieferant bleiben wird, die europäischen Staaten aber zugleich die wichtigsten Abnehmer für diese russischen Energieträger sind. Und insgesamt 80 Prozent der Investitionen in Russland, insbesondere für die Modernisierung der Wirtschaft und Infrastruktur, kommen aus der EU. Insofern ist of...


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