Schilderwechsel mit Augenmaß

Straßenumbenennungen in Marzahn-Hellersdorf nach 1990 im Disput

  • Von Wolfgang Weiß
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Trug von 1984 bis 1992 den Namen von Staatsratsmitglied Albert Norden Schilder mit Künstlernamen blieben meist, wie sie sind.

»Zeitenwechsel – Schilderwechsel?« Das war das spannende und auch kontroverse Thema der Marzahn-Hellersdorfer Gespräche zur Geschichte, zu denen das Bezirksmuseum Alt-Marzahn und der Heimatverein des Stadtbezirkes im Berliner Nordosten am Mittwochabend geladen hatten. Dabei ging es vor allem um die Straßen-umbenennungen nach 1990 im damaligen Bezirk Hellersdorf.

Dieter Winkler, früher Leiter des Heimatmuseums Hellersdorf, hat zu diesem Thema jetzt ein Buch vorgelegt. Er war damals als Berater in den »Vorläufigen Ausschuss zur Umbenennung von Straßen« berufen worden und konnte so Einfluss auf die Veränderungen nehmen.

Im Gegensatz zu der regelrechten Schilderstürmerei, die nach 1990 in einigen Ostberliner Stadtbezirken einsetzte, erläuterte er auf dem Gesprächsabend, sei man in Hellersdorf mit Augenmaß und möglichst im Konsens der Parteien an die Aufgabe herangegangen. Die damals von oben vorgegebene »Abschussliste«, die auch Namen,...


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