Transnet-Kurs bleibt unklar

Gewerkschaftsvorstand vermeidet Statement gegen Bahn-Börsengang

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die größte Bahnergewerkschaft Transnet darf auch weiterhin Telekommunikationsbeschäftigte organisieren – ein Basis-Antrag gegen die Bahnprivatisierung aber scheiterte auf dem Gewerkschaftstag in Berlin.

500 Anträge sollten die Transnet-Mitglieder am Mittwoch auf dem Gewerkschaftstag beschließen. Die Regie mühte sich um »Business as usual«, die meisten Anträge wurden durchgewunken. Doch als es um Organisationsfragen ging, entzündeten sich von neuem Kontroversen. So stieß ein Antrag bei Vorstand und Antragsberatungskommission auf wenig Gegenliebe, der das Organisationsgebiet von Transnet um die Informations- und Telekommunikationsbranche ergänzen wollte.

Was abwegig klingt, hat einen historischen Hintergrund. Die Bahn besaß einmal ein eigenes Telekommunikationsnetz, das Mitte der 1990er Jahre von der DB AG verkauft, zurückgekauft und abermals veräußert wurde. Als Folge sind viele frühere Eisenbahner heute beim Arcor-Konzern beschäftigt – aber noch immer in Transnet organisiert.

Eine solche Erweiterung der Gewerkschaft hätte allerdings neue Konflikte mit ver.di und DGB heraufbeschworen. Letztendlich wurde dann beschlossen, dass die B...


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