Protest gegen Honorarreform

Neues Abrechnungssystem sorgt für explosive Stimmung unter Ärzten

  • Von Dieter Hanisch, Kiel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die ab 1. Januar in Kraft tretende Honorarreform hat vielen Ärzten die Weihnachtstimmung verdorben. Das neue Abrechnungssystem beschert mit seiner Budgetierung einige Gewinner, aber mehrheitlich Verlierer.

Bisher genügte ein Blick ins Deutsche Ärzteblatt, um den Unmut vieler Ärzte wahrzunehmen. Doch der Berufsstand will nicht länger nur intern sein Leid klagen. In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gingen bereits Ärzte und Praxismitarbeiter gegen das ab Januar geltende Abrechnungssystem auf die Straße. Die neue Honorarvergütung verabschiedet sich vom ungleichen Punktwertsystem (unterschiedliche Bewertung der Arztgruppen für zum Teil gleiche Leistungen) und richtet sich nach einer bundeseinheitlichen Gebührenordnung.

Die Proteste wenden sich denn auch nicht gegen die Abschaffung der Punktrechnungen, sondern gegen die neue Honorarverteilung. Es gibt niedergelassene Ärzte, die künftig mit bis zu 30 Prozent weniger Geld auskommen sollen, in Einzelfällen fallen gar 50 Prozent der Bezüge weg.

Existenzbedrohend, sagen die Betroffenen. Ihr Zorn richtet sich gegen die Bundesregierung und die Länder, gegen die knallhart verhandelnden Krank...


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