Nur ein kurzes »Pro und Contra«

Ein Rückblick auf die linksozialistische Opposition in der Nachkriegszeit (III)

  • Von Axel Berger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Alfred Weiland

War die Situation am linken Rand der Arbeiterbewegung schon seit Mitte der 20er Jahre durch die alles dominierende Bipolarität von Sozialdemokratie und sowjetisch orientiertem Parteikommunismus alles andere als einfach, so verschärfte sich diese Situation in der Folge des Zweiten Weltkrieges. Die Blockorientierung der beiden dominierenden Arbeiterparteien setzte eine neutrale, auf die Emanzipation der Arbeiterklasse gerichtete Politik nicht nur einer heutzutage kaum noch nachvollziehbaren Feindschaft seitens der »alten Arbeiterbewegung«, sondern auch der Einflussnahme durch die verschiedenen Machtblöcke aus. Dies galt im besonderen Maße für Westberlin. Beredtes Beispiel dafür ist die Geschichte der Berliner Rätekommunisten und ihrer Zeitschrift »Pro und Contra«.

Die aus den Traditionen der von der KPD abgespaltenen Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD) und später den »Roten Kämpfern« kommenden Rätekommunisten reorganisiert...


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