• Politik
  • In Essen entschied DIE LINKE über Programm und Kandidaten für das Europäische Parlament

Vor Neuanfang in Brüssel

Künftige Linksfraktion besteht fast nur aus EU-Frischlingen

  • Von Fabian Lambeck, Essen
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die Delegiertenversammlung der LINKEN in Essen hat entschieden: André Brie und Sylvia-Yvonne Kaufmann werden künftig nicht mehr im EU-Parlament vertreten sein. Auf den aussichtsreichen Listenplätzen finden sich von den derzeitigen Abgeordneten lediglich Gabriele Zimmer und Tobias Pflüger wieder.

Etwa 600 Besucher drängten sich am Sonnabendmorgen in der Essener Grugahalle: Bärtige Gewerkschafter standen da neben Punkern und adrett gekleideten Funktionsträgern. In Essen wurde dem Besucher auch bewusst, dass es das klassische Mitglied der LINKEN nicht gibt. Die Partei ist weder eine Fortführung der PDS mit anderen Mitteln noch eine WASG unter neuem Namen. Im Jahr zwei nach ihrer Gründung muss die LINKE zu sich selbst finden und der Europaparteitag galt als wichtiger Meilenstein auf diesem Weg.

Der Streit hält sich in Grenzen

Auch deshalb mutmaßten die Medien, der Streit um Kandidaten und die europapolitische Ausrichtung der LINKEN könne in Essen eskalieren; zu gegensätzlich seien Strömungen und Mentalitäten. Einige dichteten der Partei auch antieuropäische und gar nationalistische Reflexe an. In Essen gab man sich jedoch betont proeuropäisch. Spitzenkandidat Lothar Bisky hob die europäische Perspektive linker Politik hervor, und ...


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