Im Zweifel für den Arbeitnehmer

Der »Fall Emmely« bringt das Thema Verdachtskündigung aufs Trapez

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Entlassung der Kaiserskassiererin Barbara E. – besser bekannt als »Emmely« – hat zu einer Welle der Empörung geführt. Jetzt steht das Thema Verdachtskündigung wieder auf der Agenda.

Benedikt Hopmann, der Anwalt von »Emmely«, ist sich zwar sicher, dass die Richterin am Landesarbeitsgericht Berlin auch anders hätten entscheiden können. Dennoch weiß er auch, dass die bisherigen Entscheidungen zur Verdachtskündigungen oftmals gegen die betroffenen Arbeitnehmer gefällt wurden. »Jetzt ist die Politik in der Verantwortung«, so der Arbeitsrechtler. »Die Verdachtskündigung muss weg.«

Auch die Gewerkschaft ver.di Berlin/Brandenburg hat nach dem Urteil eine Stellungsnahme abgegeben, die fordert, dass Politiker die notwendigen Änderungen im Arbeitsrecht, speziell zum Kündigungrecht, auf den Weg bringen sollen. »Es nutzt – gerade der Kollegin – gar nichts, wenn sich Politiker jetzt hinstellen und sagen, das sei ja alles ganz furchtbar«, so Erika Ritter, Fachbereichsleiterin Handel bei ver...


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