»Was man sieht, glaubt man«

Ein Berliner Bildungsprojekt bringt Entwicklungshelfer und Schüler an einen Tisch

  • Von Kai Walter
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Zeitzeugen sind ein probates Mittel, um historische Dimensionen eines Themas authentisch näher zu bringen. In Berlin bietet ein außerschulischer Bildungsträger Unterstützung für die Gestaltung des Unterrichts zu den Themen Entwicklungspolitik, Globalisierung und Entwicklungsländer.

Über seine Erfahrungen in Malawi sprach Arnold von Rümker mit Berliner Schülern.

»Was man sieht, glaubt man«, sagt Arnold von Rümker. Um den 66-Jährigen sitzen im Halbkreis Schülerinnen und Schüler einer 13. Klasse. Sie hören gespannt zu. Von Rümker erzählt, wie er im afrikanischen Malawi auf nebeneinanderliegenden Testfeldern Mais nach alten und neuen Methoden anbauen lies. Bei »Mr. Right«, der neue Methoden nutzte, waren die Erträge wesentlich höher als bei »Mr. Wrong«. Als die Bauern das sahen, war es leicht sie zu überzeugen, mal etwas anderes zu probieren.

Zusammenarbeit statt Entwicklungshilfe

Lehrer Krohn von der 11. Oberschule in Berlin-Köpenick ist mit seiner Klasse zum Entwicklungspolitischen Informations- und Bildungszentrums (EPIZ) gekommen. Krohn hat schon öfter die Angebote des EPIZ genutzt. »Da gibt es immer gute Möglichkeiten, wenn man was sucht, um den Unterricht mal anders zu machen«, sagt der Geografielehrer. Auch den Zeitzeugen von Rümker hat er schon zuvor erlebt. Besser als Krohn selbst oder d...


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