»Taktische« Positionen beim Geld

EU-Gipfel drückte sich um konkrete Hilfszusagen für Entwicklungsländer

  • Von Susanne Götze, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Staats- und Regierungschefs der EU schweigen sich weiter über die eigentlich bereits zugesicherten Hilfen für Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel aus. Auf dem jüngsten Ratsgipfel wurde das Thema wieder übergangen – dabei fordern die Industrienationen auch von den armen Ländern verbindliche Klimaschutzziele.

Der Klimawandel trifft zuerst die armen Länder. Gegen Dürren, Verwüstungen und Überschwemmungen sind diese Staaten am wenigsten gewappnet. Doch die EU verweigert diesen Ländern seit Monaten konkrete Zusagen für finanzielle und technische Unterstützung. Auch auf dem EU-Gipfel Ende letzter Woche fiel das Thema unter den Tisch. Noch auf der Klimakonferenz in Bali 2007 hatten die Industriestaaten den Entwicklungsländern Anpassungshilfen sowie technische Unterstützung beim Klimaschutz zugesagt. Im Gegenzug sollen sich auch diese Länder beim Kyoto-Folgeabkommen ab 2012 engagieren. Zuletzt forderte die Umweltministerkonferenz im Februar die Entwicklungsländer auf, bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen konkrete CO2-Reduktionsziele einzubringen.

Weniger konkret sind dabei die EU-Staaten selbst. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ auf dem Ratsgipfel nur verlauten, dass die EU »einen ...


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