Kubas softer Kurs gegenüber Obama

Havanna hält sich mit Kritik am neuen USA-Präsidenten merklich zurück

  • Von Leo Burghardt, Havanna
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Wahlkampf hatte Barack Obama erklärt, er sei zu direkten Gesprächen mit der kommunistischen Führung aus Havanna bereit. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Das offizielle Kuba – Regierungsfunktionäre und Medien – behandeln den US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama mit ungewohnter Zurückhaltung, obwohl es Gründe gäbe, etwas schärfer mit ihm ins Gericht zu gehen. Aber hier in diesem politisierten Land weiß eben jeder, dass es der Mann schwer hat, denn er hat nicht nur die erdrückenden Folgen von acht Jahren Bushs Katastrophenpolitik zu tragen, sondern zugleich die Konsequenzen einer integralen weltweiten Krise, die alles Denkbare berührt: die Wirtschaft, die Finanzen, die Ökologie, das Klima, die Energieversorgung, die Produktion von Lebensmitteln, Arbeitsplätze, die Regierbarkeit von Dutzenden Staaten... Und die Experten sind sich einig: Die Krise ging von den USA aus.

Während seiner Wahlkampagne, als bereits abzusehen war, dass die Krise die USA heftig durchrütteln würde, hatte Obama das Thema Kuba auf einen mittleren Platz seiner Prioritätenliste gesetzt. Er konnte sich a...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.