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  • Konferenz von Linksfraktion und Rosa-Luxemburg-Stiftung über Lehren aus der Finanzkrise

Nicht nur Opel, auch die Krise ist überall

LINKE suchte nach alternativen Auswegen – von keynesianistischen Lösungen bis zu postkapitalistischen Visionen

  • Von Jörg Staude
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wie sehen linke Antworten auf die Wirtschaftskrise aus? Dieser Frage widmete sich eine internationale Konferenz der Linksfraktion im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Freitag und Sonnabend in Berlin.

Die Linke diskutierte Auswege aus der Krise und warb für eine neue soziale Idee. ND-

»Nach dem Crash ...« Mit dem Titel der Debatte am Samstagvormittag haderte Gregor Gysi. Der sei »irreführend«, denn wir seien noch »mittendrin« in der Krise. Nicht wenige meinten, das Schlimmste stehe noch bevor, befand der Vorsitzende der LINKEN im Bundestag. »Die härtesten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind noch gar nicht angekommen«, hatte schon tags zuvor in der Runde der Dierk Hirschel, Chefökonom des DGB, konstatiert. Hirschel erwartet für die nächsten Monate eher einen Abwehrkampf. Wenn im Sommer die Arbeitslosenzahl wirklich auf »fünf Millionen plus x« steige, könne der gewerkschaftliche Widerstand endgültig erledigt sein.

Wer bezahlt die Verluste?
Indes, einen Lichtblick gibt es: Zwar versuchten »ausnahmslos alle Regierungen alles« (Gysi), um den finanzgetriebenen Kapitalismus zu retten – aber bisher gelang es auch den USA nicht, das Spekulationskarussell wieder in Gang zu bringen, wie die Ökonomen-Runde am Freitag b...


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