Blitzversammlung und Blockade

Gewerkschaften wollen Tarife im Handel mit neuen Aktionen beeinflussen

  • Von Marcus Schwarzbach
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Für die Beschäftigten im Handel beginnen in den nächsten Wochen die Tarifverhandlungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wappnet sich mit neuen Strategien gegen die Versuche der Arbeitgeber, Streikaktionen durch den Einsatz von Leiharbeit ins Leere laufen zu lassen.

Discounter prägen den Wettbewerb im Einzelhandel. Preisschlachten führen zu verschärften Arbeitsbedingungen, etwa durch unbezahlte Überstunden. Der größte ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen fordert für den Einzelhandel Tariferhöhungen von 6,5 Prozent. Hohe Lohnabschlüsse seien das »beste Konjunkturprogramm«. Das unterstrich der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf einer Auftaktveranstaltung vor Gewerkschaftern und Betriebsräten. Er wies Drohungen der Arbeitgeber zurück, bei steigenden Personalkosten etliche Stellen abzubauen. Umsatzeinbrüche hielten sich im Handel bisher in Grenzen, erwidern Gewerkschafter. Es steige aber die Belastung der Beschäftigten, weil immer größere Verkaufsflächen zu betreuen seien. Im vergangenen Jahr erhöhte der Einzelhandel seinen Umsatz um 1,1 Prozent.

Die vorige Tarifrunde ist erst nach über einjährigen Verhand...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.