Einsamer Avantgardist

Eberhard Hilscher steht im Zentrum einer Konferenz in Katowice

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.
Hilscher, 1987

Auf dem deutschen Buchmarkt kommt er nicht vor. Wer eins seiner Bücher erwerben will, muss sich in Antiquariaten umsehen. Das war schon in seinen letzten Jahren so. Er schrieb trotzdem weiter, und im Sommer fuhr er, solange die Gesundheit mitspielte, nach Schwiebus, wo er 1927 zur Welt kam und wo man ihn immer noch kennt. Das ehemalige Schwiebus heißt heute Swiebodzin und liegt in Polen. Dort hat man Eberhard Hilscher im Jahr 2000 zum Ehrenbürger ernannt.

Er war ein »Ausnahme-Autor«, sagt Wolfgang Beutin, der »einsame Avantgardist«. Einer, der als Kritiker begann, vielbeachtete Monografien über Thomas Mann, Gerhart Hauptmann und Arnold Zweig schrieb und dann auch Erzählungen und Romane. Sein wichtigstes Buch, »Weltzeituhr«, 1983 erstmals in der DDR erschienen, 1985 auch in der Bundesrepublik, im U...


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