Werbung

Am Jugenddorf direkt am Wasser entlang

Neuer Uferweg führt von Friedrichshagen direkt bis ins Strandbad Rahnsdorf

  • Von Barbara Staacke
  • Lesedauer: 2 Min.
Ein offenes Tor finden die Wanderer seit heute auf dem Uferweg.
Ein offenes Tor finden die Wanderer seit heute auf dem Uferweg.

»Jahrelang haben wir um einen Uferweg gekämpft, jetzt ist zumindest ein Teil verwirklicht worden«, freut sich Gion Voges, Sprecher des Vereins Bürger für Rahnsdorf. Bisher war es nur begrenzt möglich, von Friedrichshagen kommend entlang des nördlichen Steilufers die schöne Aussicht auf den Müggelsee zu genießen. Zum Verdruss der Wanderer versperrte ein Zaun am Jugenddorf den Weg. Zuvor mussten Jogger und Spaziergänger einen Umweg über den viel befahrenen Fürstenwalder Damm nehmen. Damit ist Schluss.

Heute um 14 Uhr gibt der Treptow-Köpenicker Umweltstadtrat Michael Schneider eine nunmehr durchgängige etwa 300 Meter neu ausgebaute unterhalb des Jugenddorfes vorbeiführende Strecke bis ins Strandbad hinein frei. Sie entstand im Rahmen einer Fördermaßnahme unter Regie des Bezirksamtes. Die einzige Einschränkung: Hundehalter dürfen ihre Lieblinge nur angeleint und auf befestigten Wegen durchs Strandbad führen. Gion Voges: »Ich gehe davon aus, dass das Gelände von den Gästen nicht verschmutzt wird.«

Der Verein betreut seit März gemeinsam mit der Agrarbörse Deutschland Ost das am Nordufer gelegene 80-jährige Traditionsbad im Auftrage des Bezirksamtes. Für Ordnung und Sauberkeit sorgen 25 Ein-Euro-Jobber und fünf Anleiter. Das 12 000 Quadratmeter große Areal ist eintrittsfrei und ganzjährig bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Dafür hatte sich der Verein bereits vor Jahren eingesetzt.

Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: Kleine Kinder können direkt am Wasser keine Burgen bauen. Das lässt die marode und löchrige Betonkante, die den Strand säumt, nicht zu. Der einzige betonfreie Sandstrandabschnitt wurde zum Bedauern des Vereins an die Catamaran-GmbH verpachtet. Zumindest blieben die Proteste der Bürger nicht ungehört. Die gesamte Betonkante, einst zum Schutz des Strandes errichtet, soll nun entfernt werden. Voges zeigt sich optimistisch, dass bereits nach der Saison damit begonnen wird. Wie aus einem Gutachten hervorgeht, haben sich die Strömungsverhältnisse im Laufe der Jahre so verändert, dass die Betonkante anscheinend nicht mehr nötig ist. Zudem signalisierte Voges, dass der Wanderweg vermutlich schon im Herbst fortgesetzt werde. Nach Fertigstellung können Ausflügler vom Strandbad über den Forstweg direkt zur Mole wandern und von dort die Aussicht auf den See genießen.

Der neue Uferweg führt am Jugenddorf direkt ins Strandbad Rahnsdorf. Das Tor ist bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung