Hommage an die Seelandschaft

Die Galerie der Berliner Graphikpresse ehrt Herbert Tucholski zum 25. Todestag

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Herbert Tucholski »Terracina«, Radierung/Aquatinta, 1954

Herbert Tucholski (1896-1984) gehört zu jenen Künstlern, die ihrem Sujet, hier der unverfänglichen Landschaft, lebenslang treu geblieben sind und daher keinem der politischen Systeme missliebig geworden sind. Das bedeutet nicht den Verweis auf ein leichtes Leben. Beide Weltkriege hat der in Westpreußen geborene Sohn eines Sekretärs miterleben müssen.

Früh beginnt er zu malen und zu zeichnen, studiert, unterbrochen vom Krieg, am Kunstgewerbe-Museum Berlin, dann fünf Jahre an der Kunstakademie Dresden, wird Hospitant an den Staatsschulen in Charlottenburg. 1927 bereist er erstmals Italien, hält sich später mehrfach in der Villa Romana Florenz und der Villa Massimo Rom auf, dessen Leiter Hans Purrmann ihn durch die wunderbare Farbigkeit seiner Bilder inspiriert. In Druckgraphiken und Zeichnungen wirken die Seherlebnisse jener Zeit noch Jahrzehnte nach.

1933 wird er Mitbegründer des Atelierhauses in der Berliner Klosterstraße, zusammen mit...


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