Der Krise gemeinsam trotzen

Eine Genossenschaft aus Kleinunternehmern in Berlin versucht sich in sozialer Ökonomie

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In Berlin haben Firmen aus unterschiedlichen Branchen eine Genossenschaft gegründet und in Prenzlauer Berg ein altes Brauereigelände gekauft. Durch den Zusammenschluss ist ein Netzwerk entstanden, von dem alle Teilnehmer profitieren. Für sie ist es ein Beispiel, dass eine soziale Ökonomie möglich ist.

Elisabeth Voß und Klaus Lemmnitz auf dem Dach der Mälzerei

Die Fenster in der Kantine unter dem Dach sind nagelneu. »Die alten kamen uns schon bald entgegen«, sagt Elisabeth Voß beim Mittagessen und genießt die Aussicht. Die Kultur-Kantine von Roland Paulick ist der Treffpunkt für 40 Firmen in der Berliner Königstadt-Brauerei. Der Gewerbehof in der Saarbrücker Straße liegt auf einem Hügel, und durchs Fenster hat man einen Panoramablick über Mitte, an schönen Tagen auch bis nach Schöneberg und weiter.

Auf einer nahen Brandmauer prangt ein weithin sichtbarer Schriftzug: »Diese Stadt ist aufgekauft!!!«. Eine düstere Parole. Auch die Genossenschaft hat vor fünf Jahren die Immobilie für rund eine Million Euro vom Berliner Liegenschaftsfonds erworben. Aber Klaus Lemmnitz fühlt sich von dem Wandspruch nicht provoziert; als Vorsitzender der Genossenschaft blickt er stolz auf die vergangenen Jahre zurück. 250 Arbeitsplätze gibt es in der alten Brauerei, in der Filmproduzenten und Autoschrauber ihren Si...


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