Widerstand gegen EU in Mittelamerika

Die Kritik an dem geplanten neoliberalen Freihandelsabkommen wächst

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Soziale Organisationen und linke Parteien aus Europa und Zentralamerika wollen den Widerstand gegen ein geplantes neoliberales Handelsabkommen verstärken.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Brüssler Vorstoß zur Öffnung der mittelamerikanischen Märkte zwei Jahre nach Beginn der Verhandlungen scheitert. Gleich zwei Vertreter aus Lateinamerika klären in diesen Tagen deswegen über die möglichen Folgen der geplanten Freihandelsverträge auf. Am Montag traten William Rodríguez aus Nicaragua und Alfredo Holguin aus Kolumbien gemeinsam in Berlin auf. »Tatsächlich laufen die Verhandlungen zwischen unseren Staaten und den europäischen Regierungen schon seit den 1980er Jahren«, sagte Rodríguez (Sozialnetzwerk »Eine andere Welt ist möglich«). In Lateinamerika habe man lange an den Kontakten festgehalten, »weil wir an einen europäischen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz geglaubt haben«. Diese Illusion existiere nicht mehr: »Inzwischen ist uns klar, dass Brüssel dem gleichen Freihandelsmodell folgt, das auch die USA anstreben«, sagte Rodríguez auf der Berliner Konferenz, die unter anderem ...


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