Caffier verbietet Nazigruppe

»Aktionsfront« war um Neustrelitz aktiv

  • Von Velten Schäfer, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Schweriner Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat die rechtsextreme »Mecklenburgische Aktionsfront« verboten. Die Gruppierung soll von einem NPD-Mitarbeiter geleitet worden sein. Die Wirksamkeit des Verbots wird unterschiedlich eingeschätzt.

Im Kern zählt sie nur zehn bis 15 Mitglieder, doch unbedeutend ist die »Mecklenburgische Aktionsfront« nicht für die Neonaziszene im Nordosten – gewesen, darf man seit gestern sagen. Am Donnerstag hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die Gruppierung verboten. Bei mehreren Mitgliedern soll es zu Hausdurchsuchungen gekommen sein, um das »Vereinsvermögen« zu beschlagnahmen. Die »M.A.F«, so das Innenministerium, sei eine der aktivsten Neonazigruppen im Land gewesen. Sie habe in der Vergangenheit regelmäßig mit provokanten Aktionen ihre Nähe zum Nationalsozialismus demonstriert.

Modell aus Franken

Ob das Verbot der seit 2002 agierenden Gruppe allerdings eine langfristige Wirkung entfalten und die rechtsextremen Umtriebe im Raum Neustrelitz und Neubrandenburg tnachhaltig schwächen kann, wird sich zeigen müssen. Die M.A.F. selbst gibt sich unbeeindruckt und feixt im Internet: »Die 20-seitige Verbotsverfügung liest sich wie ein Ruhmesb...


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