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Kaum Jobs für Ältere

Arbeitslosenquote sank um 0,6 Prozent

Potsdam (dpa). Die Zahl der erwerbslosen Brandenburger sank im Mai um 10 056 auf 168 082. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum April um 0,6 auf 12,6 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote um 0,6 Prozent. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag im Mai bei 15 926. Das waren 2135 mehr als vor einem Jahr.

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sagte, die Wirtschaftskrise sei offenbar noch nicht voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Dies sei ein ermutigendes Signal. Es könne aber von Entwarnung keine Rede sein. Erfreulich sei, dass Brandenburg nach Thüringen erneut die zweitbeste Arbeitsmarktbilanz in Ostdeutschland aufweise, meinte Platzeck. Die Arbeitgeber handeln ganz offensichtlich besonnen, findet Arbeitsministerium Dagmar Ziegler (SPD). »Brandenburger Unternehmer wissen, dass ihre Arbeitnehmer ihr bestes Kapital sind.« Die Ministerin äußerte, der positive Trend auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sei Ausdruck vertrauensvoller Zusammenarbeit von Industrie, Wirtschaft und Politik.

»Die Stabilität auf dem regionalen Arbeitsmarkt ist trügerisch«, sagte DGB-Landesbezirksvize Doro Zinke. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steige. Auch die Ungewissheit, welche Entwicklung der Handel nehme, zeige die Gefahren auf. An sozialverträglicher Arbeitszeitverkürzung zur Umverteilung von Arbeit werde die Gesellschaft nicht vorbeikommen.

Es müsse mit öffentlich geförderter Beschäftigung und beruflicher Weiterbildung auf die Wirtschaftskrise reagiert werden, verlangte der Arbeitsmarktexperte der Linksfraktion, Christian Görke. Die Frühjahrsbelebung und die Kurzarbeiterregelung wirkten ihm zufolge zwar. Langzeitarbeitslose über 55 Jahre profitierten aber kaum davon. Für Menschen mit geringer Qualifikation sei es auch wieder schwieriger, in Arbeit vermittelt zu werden.

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