Polizei siegt im Kampf um eine Wiese

6000 Aktivisten versuchten am Sonnabend aufs umzäunte Tempelhofer Flugfeld zu gelangen

  • Von Markus Drescher und Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Zivi mit Pistole, Polizeisprecher mit Knie

Sonnabendmorgen auf dem Weg zum Flughafen Tempelhof: Im Autoradio vermeldet die Nachrichtensprecherin, dass die Polizei mit einem Großaufgebot die vom linksalternativen Bündnis »Squat Tempelhof« (Deutsch: Tempelhof besetzen) geplante Besetzung des Flughafens verhindern wolle. Im Anschluss zitiert sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die fordert, auf Gewalt gegen friedliche Demonstranten zu verzichten – allerdings spricht Merkel hier von den Protesten in Iran. Was als Forderung ans Ausland Recht ist, scheint im eigenen Staat noch lange nicht billig, wenn es um die Verteidigung eines acht Kilometer langen Zauns und der dahinter liegenden Freifläche geht, mit deren Besetzung eine schnelle Öffnung des Geländes für die Bevölkerung erreicht werden soll.

Bereits um 10 Uhr ist das gesamte Flughafenareal von Polizeieinheiten abgesichert, die sich vor und hinter dem Zaun in regelmäßigem Abstand postiert haben. Insgesamt 1500 Polizisten...


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