Tiefe Legitimationskrise der Islamischen Republik

  • Von Behrouz Khosrozadeh
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die Islamische Republik hat nach der totalen Machtübernahme des schiitischen Klerus (1981) bisher etliche schwere innere und äußere Krisen überstanden, so den achtjährigen Krieg gegen den Irak. Die heutige Krise ist jedoch völlig anderer Natur.

Diesmal hat der Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei nicht ein paar Studentenführer vor sich. Das Wahlergebnis wird vom ehemaligen präsumtiven Khomeini-Nachfolger, zwei Ex-Präsidenten, einem Ex-Premier, zwei Ex-Parlamentpräsidenten, zwei ehemaligen Generalstaatsanwälten und einem Ex-Kommandeur der Revolutionswächter angefochten. Viele Indizien deuten darauf hin, dass Mir Hussein Mousawi die Wahl deutlich gewonnen hat. Die miserable Bilanz der Regierung Ahmadinedschads, die nun nach dem offiziellem Wahlergebnis sogar knapp acht Millionen mehr Stimmen bekommen haben soll als 2005 in der Stichwahl, und die Wahlprogramme der beiden Reformkandidaten sind verantwortlich für die Popularität der Refor...


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