Lohndumping bei Privatbahnen

GDL möchte Gehälter an das DB-Niveau angleichen – aber nur bei Lokführern

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Bahnbereich herrschen höchst unterschiedliche Lohnniveaus. Die Gewerkschaften möchten dies ändern.

Mit der Forderung nach einheitlichen Einkommen und Arbeitsbedingungen hat sich der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, zu Wort gemeldet. »Wir brauchen einen Flächentarifvertrag, der das Lohnniveau des Marktführers Deutsche Bahn für alle Bahnen sichert«, erklärte We-selsky in der »Stuttgarter Zeitung«. Dazu habe die GDL alle rund 50 Tarifverträge mit privaten und kommunalen Regional- und Güterbahnen gekündigt. Seine Gewerkschaft wolle die Arbeitgeberverbände und die großen Privatbahnen nun zu Verhandlungen über einen Flächeneisenbahn-Fahrpersonaltarifvertrag (EFPTV) auffordern, kündigte der GDL-Chef an.

Damit würden die Unternehmen ihren Wettbewerbsvorteil verlieren. Wenn bei Ausschreibungen im Regionalverkehr die Deutsche Bahn und ihre Nahverkehrstochter DB Regio vom Gleis gestoßen werden, liegt dies in erster Linie an den deutlich schlechteren Arbeits- und Sozialbedingungen. Die aufstrebenden Konkurrenten zahlen ...


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