Stilllegung mit Zugeständnissen

Coca-Cola-Abfüllanlage schließt / Arbeitskampf hat sich dennoch gelohnt

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der seit Anfang 2009 anhaltende Kampf der Coca-Cola-Belegschaft zur Erhaltung der Abfüllanlage in der Pfalzmetropole Kaiserslautern ist beendet. Wie die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) mitteilte, wird die Anlage bis Ende September 2009 stillgelegt. Im Gegenzug haben die Beschäftigten Zugeständnisse des Managements erreicht.

Betriebsrat und NGG haben sich mit der Konzernspitze auf Konditionen zur Umsetzung der vom Arbeitgeber schon für Ende März 2009 vorgesehenen Stilllegung geeinigt. Ein Teil der betroffenen Beschäftigten geht in das Vertriebslager von Coca Cola in Kaiserslautern und kann mit einem Einkommensbestandsschutz sowie mit Beschäftigungssicherheit bis Ende 2012 rechnen. Weiter können alle bisher in der Abfüllung Tätigen einen Arbeitsplatz im 65 Kilometer entfernten Coca-Cola-Werk Mannheim übernehmen. Danach ist für zwei Jahre jede weitere Versetzung ausgeschlossen. Der Konzern übernimmt die Aufwendungen für die Wohnungssuche und bezuschusst anfallende Kosten für den Umzug bis zu 4000 Euro, für die Renovierung der neuen Wohnung bis zu 3000 Euro sowie für Neuanschaffungen bis zu 1300 Euro für die Betroffenen. Wer nicht nach Mannheim umziehen will, bekommt für den Mehraufwand als Pendler bis zu 6500 Euro jäh...


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