Ein neuer Blick auf den Kolonialismus

In Kreuzberg halten die Diskussionen um das May-Ayim-Ufer an

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn im Dezember die neuen Straßenschilder angebracht werden, ist die Umbenennung vollbracht. Dann wird das Kreuzberger Gröbenufer Geschichte sein und künftig May-Ayim-Ufer heißen. Als erste Straße, die an den unrühmlichen deutschen Kolonialismus erinnert, wird sie vom Berliner Stadtplan verschwinden. »Damit wollen wir jedoch keineswegs die Spuren der Geschichte, die über die Straßennamen Einzug in unsere Erinnerungskultur erhalten, verwischen«, erklärte Elvira Pichler, kulturpolitische Sprecherin der Grünen in der örtlichen Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag auf einer öffentlichen Diskussion über die neue Namensgebung.

Am May-Ayim-Ufer wird eine Informationstafel auf die Umbenennung hinweisen. »Zudem wollen wir auf der Kaianlage am Ufer einen Ausstellungsraum für geschichtliche Themen einrichten«, versprach Pichler. Armin Massing, Sprecher des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags (BER), ein Zusammenschluss von entwickl...


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