Streit um »Knick« am Feldrand

»Bürokratieabbau« in Schleswig-Holstein brachte Schwund in Hecken-Biotopen

  • Benjamin Haerdle
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wallhecken sind eines der Natur-Wahrzeichen Schleswig-Holsteins: Die oft auf Erdwallen wachsenden Gehölze ziehen sich kilometerlang über die Felder Norddeutschlands. Der Zustand dieser Refugien für viele bedrohte Tierarten allerdings ist schlecht.

Sie begrenzen Wiesen und Weiden, dienen als Windschutz und sind für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie etwa den Neuntöter ein wichtiges Refugium – die sogenannten Knicks. Doch eine Übersicht über die landesweit 220 Wallhecken Schleswig-Holsteins, die Freiwillige nach einem Aufruf des BUND Schleswig-Holstein erstellten, lässt den Naturschutzverein Alarm schlagen. Ergebnis des sogenannten Knick-Checks: Lediglich 18 der Hecken und damit weniger als zehn Prozent sind in einem ordnungsgemäßen bis guten Zustand. Besser fiel die Bilanz im Raum Lübeck aus, wo immerhin 53 Prozent der Knicks nicht beschädigt sind.

Als Verursacher macht der BUND Landwirte aus, die oft bis direkt an den Heckenansatz pflügen, um so mehr Platz für ihre Äcker zu gewinnen. Schuld sei auch die falsche Pflege der Hecken: Viele Flächenbesitzer schnitten die Gehölze unsachgemäß zu stark von der Seite zurü...


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