Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Bei der Schulentwicklung setzt die Politik immer häufiger auf eine der Ökonomie entlehnte Managerphilosophie

  • Von Guido Sprügel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Während landauf, landab über den richtigen Weg in der Schulpolitik diskutiert wird, steht eines schon fest – die Kontrolle nach wirtschaftlichen Maßstäben wird zunehmen. Das Beispiel der Hamburger Schulinspektion zeigt, wohin die Reise gehen könnte.

Die Hamburger Schulinspektion ist keine neue Erfindung. Die Institution wurde bereits unter der damaligen Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) im Jahre 2006 eingeführt. Zusammen mit dem »Orientierungsrahmen ›Schulqua-lität‹« sollte die Inspektion zu einer Verbesserung von Schulen führen. Alle vier Jahre werden die Schulen in Hamburg demnach inspiziert und erhalten Bewertungen für ihre Arbeit. Die Schulinspektion hat dabei den Anspruch, »Schulentwicklung zu stimulieren« und »schulische Qualität zu sichern«.

Ökonomischer Wolf im pädagogischen Schafspelz

In ihrem ersten Jahresbericht, der gerade erschienen ist, stellt sie sich selbst dafür gute Noten aus. Was nach Aufbruch und Innovation aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jedoch als Wolf im Schafspelz – zumindest für die Pädagogik. Denn der Orientierungsrahmen, der die Basis für die Arbeit der Inspektion ist, beruht auf den Vorgaben der EFQM (...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.

0
Beiträge gelesen

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und kaufe eine virtuelle Ausgabe des »nd«

0
Beiträge auf nd-aktuell gelesen

Hilf mit, die Seiten zu füllen!

Zahlungsmethode