Irans Präsident erregt das Plenum

UNO-Vollversammlung in New York fortgesetzt

Irans Präsident Ahmadinedschad hat bei der UN-Generaldebatte in New York erneut polarisiert. Aus Protest gegen seine scharfe Kritik an Israel verließen am Mittwoch mehrere Delegationen während seiner Rede den Saal, unter anderem Deutschland. Russlands Staatschef Medwedjew schloss wegen Irans Atompolitik Sanktionen gegen Teheran nicht aus, sagte aber auch, diese führten »in den seltensten Fällen zu produktiven Resultaten«.

New York (AFP/dpa/ND). Die 64. UNO-Vollversammlung hat ihre Generaldebatte am Donnerstag in New York fortgesetzt. Für den gestrigen Abend standen unter anderem der afghanische Präsident Hamid Karsai und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf der Rednerliste.

Am Mittwochabend (Ortszeit) hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit scharfer Kritik an Israel für einen Eklat in der Vollversammlung gesorgt. Er nannte das Vorgehen gegen die Palästinenser »Völkermord« und warf den Juden vor, die internationale Politik zu dominieren. Israel boykottierte die Sitzung. Zahlreiche andere Teilnehmer, darunter auch die deutsche Delegation, verließen den Saal aus Protest während der Rede des iranischen Präsidenten.

Auf den Streit um das Atomprogramm seines Landes ging Ahmadinedschad mit keinem Wort ein. Er versicherte nur allgemein, Teheran wolle sich »konstruktiv« daran beteiligen, internationale Probleme und Herausforderu...


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